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Elektrische Gleichfelder

Das kennen Sie sicherlich. Sie berühren die Türklinke und bekommen einen kleinen Stromstoß. Elektrostatische Aufladung nennt das der Fachmann. Das hört sich nicht gefährlich an und zumeist jagt uns der Funken auch nur einen kleinen Schreck ein. Doch wenn man sich das Phänomen einmal genauer anschaut, dann wird der Schrecken schnell größer.

Denn damit die Entladung an der Türklinke überhaupt stattfinden kann, ist eine entsprechend hohe Aufladung nötig. Erst ab 2000 V schlägt der kleine knisternde Funken über. 2000 Volt, das ist zehnmal mehr als die 230 Volt-Haushaltsspannung in der Steckdose. Wie kann man sich nur derart stark aufladen.

Kunststoffe sorgen für eine gespannte Atmosphäre

Kunststoffe und Synthetikfasern sorgen für eine gespannte Atmosphäre in Wohnungen und Arbeitsräumen. Durch sie entstehen starke Ladungsverschiebungen, die sich schließlich durch kleine Stromstöße wieder ausgleichen. Diese blitzartigen Entladungen sind trotz der gewaltigen Spannungen nicht lebensgefährlich. Aber die große Fremdspannung kann auf Dauer in unserem Körper einiges durcheinander bringen. Leitfähiges Schuhwerk kann hier erste Abhilfe schaffen.

Ionisierte Atemluft

Die Elektrostatik durch Synthetik und Kunststoffe hat jedoch noch weitere Nachteile. Sie beeinflusst das natürlicherweise ausgewogene Verhältnis von negativen und positiven Kleinionen in der Raumluft. Die für unser Wohlbefinden wichtigen negativen Kleinionen verschwinden fast völlig aus unserer Atemluft. Großionen bilden sich, was nicht anderes ist als elektrischer Staub. Man kann diese Großionen als anhaftenden Staub auf Fernsehbildschirmen und auch auf den meisten Laminatfußböden sehr deutlich erkennen. Dieses mit Staub belastete elektrisch stark verschobene Raumklima führt häufig zu Kopfschmerzen und unruhigem Schlaf. Der schlafende Mensch atmet die ganze Nacht über elektrisch geladenen Staub ein und wird so unfreiwillig zu einem Staubsauger. Kein Wunder, wenn man sich morgens wie gerädert fühlt.

Messung mit elektrischer Feldmühle

Elektrostatische Aufladungen messen Baubiologen mit einer elektrischen Feldmühle. Mit ihr lässt sich herausfinden, welche Kunststoffe im Haushalt oder am Arbeitsplatz sich statisch aufladen und welche nicht, denn es gibt einige Kunststoffe, die sich elektrostatisch neutral verhalten.

Die Feldmühle, die an ihrem vorderen Ende einen vergoldeten Propeller hat, misst elektrostatische Aufladungen bis zu 2.000.000 V.

Vom Teppichboden bis zum Brillenglas

Teppichböden, Gardinen, lackierte Möbeloberflächen, Plüschtiere: all diese synthetischen Objekte entwickeln teilweise große elektrostatische Felder. Brillengläser aus Kunststoff oder mit einer Kunststoffbeschichtung weisen Aufladungen bis 100.000 V auf. Hochspannung direkt vor dem empfindlichen Auge!

Wetterfühlige Menschen reagieren bei Föhnwetter mit Migräne und Depressionen, dabei steigt hier die Luftelektrizität bloß auf mehrere tausend Volt an. An manchem Kinderbett, in dem das Kind zwischen mehreren Plüschtieren schlafen musste und in dem auch die Einrichtung aus Kunststoff ist, sind Spannungen von bis 200.000 V gemessen. Gewitterstimmung im Bett: da ist an einen erholsamen Schlaf kaum zu denken.

Raus mit allen Kunststoffen

Entfernen Sie Synthetik und Kunststoffprodukte soweit möglich komplett aus Ihrem Schlafbereich. Die einfache Lösung bei Schlafstörungen lautet oft: Raus mit allen Kunststoffen! Natürliche Materialien wie Holz, Kork, Baumwolle, Leinen und Kokos sind elektrostatisch neutral und tragen zu einer Verbesserung des Raumklimas bei.

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