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Magnetische Wechselfelder

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Diese Felder entstehen immer erst dann, wenn ein Strom fließt, und dazu muss ein Elektrogerät, ein Verbraucher, eingeschaltet sein. Bei fließendem Strom haben wir es immer mit zwei Feldern zu tun, den elektrischen Feldern und den magnetischen Feldern. Die magnetischen Felder sind abhängig von der Leistung des eingeschalteten Geräts. Je größer die Leistung, umso mehr Strom wird benötigt und umso größer wird das Magnetfeld.

Schwierige Sanierung

Da Magnetfelder, anders als die elektrischen Felder, sich nicht einfach gegen das Erdpotenzial ableiten lassen und praktisch jedes Material ungehindert durchdringen, ist eine Sanierung hier wesentlich komplizierter.

Wenn sich der Verbraucher im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung befindet, kann man ihn während der Nachtruhe einfach abschalten. Was aber tut man, wenn das Magnetfeld von außen oder aus der Wohnung von nebenan kommt?

Messreihen mit Datenlogger

Eine technisch fachmännisch durchgeführte Messreihe mit so genannten Datenlogger, die über mehrere Tage kontinuierlich das Magnetfeld aufzeichnen, gibt einen Überblick über die Stärke, die Frequenz und die räumliche Verteilung magnetischer Wechselfelder. Nach einer Auswertung der Datenlogger am PC ausgewertet, kann die Situation richtig eingeschätzt werden.

Sollte nicht gerade eine Hochspannungsleitung in unmittelbarer Nähe oder gar eine Dachständerführung der Versorgungsleitungen die Ursache sein, lässt sich in jeder Wohnung meistens eine Stelle finden, an der die Magnetfelder schwach oder wenigstens schwächer ausgeprägt sind. Mit dem Abstand zur Quelle nehmen Magnetfelder in ihrer Größe nämlich sehr schnell ab.

Eine gezielte Abschirmung des Verursachers mit Spezialmaterialien wie z.B. MU-Metall oder Trafobleche kommt in seltenen Fällen zum Einsatz, zeigt dann aber auch großen Erfolg.

Welche Geräte verursachen niederfrequente magnetische Wechselfelder?

Die größten Magnetfelder entstehen dort, wo viel Strom benötigt wird, also bei Geräten mit großer Leistung. Im Haushalt sind dies u.a. der Elektroherd, das Bügeleisen sowie Waschmaschine und Trockner. Aber auch Wasserkocher und der Handfön können stärkere Magnetfelder aufbauen.

Sie reduzieren Ihre Tagesdosis an Magnetfeldern, wenn Sie sich dies bewusst machen und diese Geräte einfach nur dann benutzen, wenn es wirklich nötig ist, und sich nicht in unmittelbarer Nähe eines eingeschalteten Großverbrauchers aufhalten.

Gravierender sind die Magnetfelder während der Nachtruhe. Eine Quelle großer Magnetfelder ist z.B. die elektrische Fußboden- oder Nachtstromspeicherheizung. Hier findet ausgerechnet während der empfindlichen Regenerationsphase der Aufladungsprozess der Heizungen statt.

Ein anderer extremer Störfaktor sind Wasserbetten. Die Heizung eines solchen Bettes erzeugt unter Umständen durch Nachheizen in der Nacht riesige Magnetfelder, und durch die gute Leitfähigkeit des Wassers sind auch die elektrischen Felder immens hoch. Hinzu kommt, dass aus dem Wasserbett (Plastiksack) Weichmacher in nicht unbeträchtlichen Größenordnungen ausgasen. Atmungsaktiv ist so eine Fläche schon gar nicht und von Luftzirkulation kann auch keine Rede mehr sein. Die liegetechnischen Vorteile eines solchen Bettes wiegen diese Nachteile auf Dauer niemals auf, und ein gutes, konsequent biologisches Bett bietet mit einer guten ergonomischen Matratze einen insgesamt sehr viel besseren Liegekomfort.

Niedervolt-Halogenleuchten sind eine weitere Quelle von Magnetfeldern. Filigran ausgeführt als Stangen- oder Seilsystem, verursachen sie Magnetfelder in den Dimensionen einer elektrischen Fußbodenheizung. Durch die geringere Spannung ergibt sich ein höherer Betriebsstrom. Die getrennte Leitungsführung, gerade bei den Seilsystemen, verbunden mit dem hohen Stromfluss verursacht dann starke Magnetfelder. Je näher die Leitungen zusammenkommen, umso kleiner werden die Magnetfelder. Am besten verdrillt man sie miteinander.

Außerdem gibt es mittlerweile sehr schöne und ebenfalls filigran ausgeführte Halogen-Lampen und Systeme in 230V-Technik. Gleiche Optik, fast keine Felder!

Wie wirken sich niederfrequente magnetische Wechselfelder auf den Organismus aus?

Auf das Schlafverhalten insgesamt scheinen sich die niederfrequenten magnetischen Wechselfelder nicht auszuwirken. Jedenfalls haben wir bei unseren Hausuntersuchungen noch keinen Anhaltspunkt dafür gefunden.

Magnetfelder im unteren Frequenzbereich bis ca. 50Hz werden auch zu medizinisch- therapeutischen Zwecken eingesetzt. Die Wirkungen dieser Felder, die mit einer kontrollierten Frequenz über eine genau festgelegte Zeit auf den Organismus einwirken, sind gut erforscht. Sie können Gesundungsprozesse beschleunigen.

Die gleichen Felder nachts im Bett, mit völlig unkontrollierter Intensität und Dauer, haben ebenfalls Einflüsse auf den Organismus. Ob diese allerdings gesundheitsfördernd sind, ist mehr als fraglich.

Es ist daher empfehlenswert, sich durch eine fachmännisch durchgeführte Hausuntersuchung ein Bild über die Ausmaße dieser Felder am eigenen Schlafplatz zu machen.

Bei starken Feldern drohen Tumore, Leukämie und Brustkrebs

Niederfrequente magnetische Wechselfelder sind die am meisten untersuchten und ausgewerteten Felder in der Wissenschaft. Interessante Bücher hierzu finden Sie in unserer Bücherliste.

Starke magnetische Wechselfelder werden häufig mit Gehirntumoren, Leukämie und Brustkrebs in Verbindung gebracht werden. Gott sei Dank ist in den meisten Wohnungen oder Häusern diese Belastung nicht so hoch, dass eine solche Gefährdung besteht.

Allerdings kann Bahnstrom mit einer Frequenz von 16 2/3 Hz über Kilometer durch das Erdreich oder über Rohrsysteme in Wohnhäuser eindringen und dort gefährlich starke Magnetfelder aufbauen. Um diese Gefährdung auszuschließen, darf dieses Frequenzband bei der Untersuchung nicht ausgelassen werden.

Ein weiterer Verursacher starker magnetischer Wechselfelder kann die hauseigene Elektroinstallation sein. Baut der Elektriker das Stromnetz als so genanntes TN-C Netz auf, können Ausgleichsströme riesige Magnetfelder verursachen. Baubiologisch empfohlen ist immer das TN-S Netz: hier wird die Zuleitung 5 aderig ausgeführt.

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