Lärm macht krank!
Immer mehr Bundesbürger werden lärmkrank. Ob am Arbeitsplatz oder zu Hause, Lärm macht nervös, aggressiv und verursacht Depressionen. Bei Lärm unterscheiden wir zwischen dem Schall, den wir hören können, dem so genannten Hörschall im Bereich von ca. 20Hz bis 20.000 Hz und dem unhörbaren Infraschall (unter 20Hz) sowie dem Ultraschall (oberhalb 20.000Hz).
Lautlose Tiefflieger
Beim Hörschall können wir die Lautstärke sehr gut einschätzen und spüren, wann »es uns zu laut wird«. Viel schwieriger ist die Situation, wenn man den Schall nicht hören kann, da er außerhalb unserer akustischen Wahrnehmung liegt. Überquert uns z.B ein Tiefflieger, so verursacht er einen Schalldruck von ca. 120dB und wir halten uns automatisch die Ohren zu. Ein anderes Geräusch, genau so stark, aber nicht mehr in unserem Hörbereich, wird akustisch nicht wahrgenommen, aber unser Körper und unsere Psyche reagieren auf diesen lautlosen Tiefflieger trotzdem.
In der Praxis sind die Lautstärken im Regelfall deutlich geringer. Aber Infraschall verursacht häufig auch Vibration und umgekehrt. Eine permanente Belastung kann einen geradezu wahnsinnig machen. Defekte Heizungsanlagen, Kühlschrankkompressoren, Eisenbahnen oder andere bewegliche Geräte oder Maschinen können Vibrationen und Infraschall verursachen. Windkrafträder sind in jüngster Zeit mit der Übertragung von Vibrationen auf nahegelegene Häuser in Zusammenhang gebracht worden.
Störender Ultraschall wird oft von kleinen Geräten erzeugt, wie Mücken- oder Maulwurf-Abwehrgeräten. Hier kann man oft selbst für Abhilfe sorgen. Nach dem Entfernen oder Ausschalten der unhörbaren Nervensägen kehrt wieder Ruhe ein.
Schallverursacher aufzuspüren, ist mitunter eine recht komplizierte Angelegenheit. Hier ist ein erfahrener Baubiologe gefragt.

