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Schimmelpilze

Schimmelpilze in der Wohnung sind eine ernstzunehmende Gesundheitsgefahr nicht nur für Allergiker.

Auch im Neubau kann es schimmeln

Feuchtigkeit in Verbindung mit mikrobiellem Wachstum ist eine häufig anzutreffende baubiologische Auffälligkeit. Nicht nur in Altbauten ist Feuchtigkeit ein Problem. Im modernen Neubau werden ca. 4.500 Liter Wasser verbaut. Ein Teil davon wird chemisch gebunden, der Rest von ca. 3.000 Liter muss durch Austrocknung verschwinden.

Da Häuser heutzutage in sehr viel kürzerer Zeit als früher gebaut werden und immer dichter und luftundurchlässiger werden, kann nur ein gewisser Teil des Wassers vor dem Einzug verdunsten. Der Rest muss dann »trocken gewohnt« werden.

Wer einen Neubau durch richtiges Lüften nicht konsequent austrocknet, hat sehr schnell ungebetene Mitbewohner: Schimmelpilze und Bakterien.

Krank durch Schimmel in der Wohnung

Die von diesen Mikroorganismen abgesonderten leicht flüchtigen Schadstoffe (MVOC) sind nicht nur gesundheitlich bedenklich, unter günstigen Wachstumbedingungen sondern die Mikroorganismen auch krebserregende Aflatoxine ab.

Die permanent abgesonderten Pilzsporen sind besonders für Allergiker ein Problem, aber nicht nur für diese. Auch hier kann die Dauerbelastung den gesündesten Menschen irgendwann umhauen, besonders dann, wenn die Pilze pathogen sind. Das bedeutet, dass sie bei Körpertemperatur optimal wachsen und daher auch den Menschen befallen können. Da die abgesonderten Sporen über die Raumluft eingeatmet werden, steht einer Besiedlung verschiedenster Körperregionen dann nichts mehr im Wege. Schimmelpilzflecken sind also kein kosmetisches Problem des Gebäudes, sondern eine ernstzunehmende Gefahr für unsere Gesundheit.

Ursachen im Neubau

Im Neubau handelt es sich in den meisten Fällen um noch nicht abgelüftetes Restwasser. Seltener kommen hier Baumängel oder Undichtigkeiten an Wasser oder Abwasser führenden Leitungen zum Tragen.

Falsch ausgeführte Renovierungsarbeiten

Im Altbau dagegen hat man es meist mit Kondensfeuchte zu tun. Der Grund sind häufig nicht fachmännisch ausgeführte Renovierungsarbeiten. Neue Wandverkleidungen mit einer von innen angebrachten Wärmedämmung oder neue Thermopen-Fenster verlagern den Taupunkt in die Bausubstanz. Bevor solche Maßnahmen ergriffen werden, sollte ein erfahrener Baubiologe oder Architekt gefragt werden.

Schimmelpilze und Bakterien leben häufig in Symbiose, so dass bei einem sichtbaren Schimmelpilzbefall häufig beides, verschiedene Bakterien und Schimmelpilze, anzutreffen ist.

Die Anschaffung eines einfachen Hydrometers, welches Auskunft über die relative Raumluftfeuchtigkeit gibt, ist empfehlenswert. Man kann so schnell erkennen, wann die Gefahr für eine Schimmelpilzbesiedlung gegeben ist und handeln, bevor man selbst behandelt werden muss.

Hefepilze

Eine andere Spezies von Pilzen sind die Hefepilze. Sie lieben richtige Nässe und gedeihen prächtig in stehendem Wasser. Sie bilden sich als schleimige, gallertartige Masse aus und sind bei pathogenen Arten sehr gesundheitsschädlich. Solche üblen "Schleimer" finden wir im Haushalt häufig dort, wo Wasser stehen bleibt oder es oft sehr nass ist. So ist z.B. die Ablaufrinne in einem automatisch abtauenden Kühlschrank häufig verschleimt. Der Waschmaschineneinlauf oder der Spülmaschinenauslauf verschleimen ebenfalls häufig. Es gibt eine Menge weitere Möglichkeiten, die aber alle eines gemeinsam haben, viel Wasserkontakt.

Hier können Sie selbst tätig werden und die Verschleimung beseitigen. Kleiner Tipp: Putzlappen und Wischtücher häufig wechseln, die Erfahrung zeigt, dass sie sehr schnell mit Mikroorganismen kontaminiert sind.

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